Mauer gegen mobbing!

Anti Mobbing Mauer

Mauer gegen mobbing!

Die Mauer gegen Mobbing ist ein Projekt für eine Klasse oder eine ganze Schule, aber auch für ein Unternehmen oder eine Organisation. Jeder kann teilnehmen und jeder musste sich mit Mobbing auseinandersetzen. Nach dem Aufhängen des Plakats erhält jeder einen „Ziegelstein“ (Karte im Format A5).

Arbeitsweise der Unterrichtspaket 'Mauer gegen mobbing!'

  1. Hängen Sie das Poster auf
  2. Verteilen Sie die Karten
  3. Jeder zeichnet ein Bild oder schreibt etwas über Mobbing auf die Karte.
  4. Hängen Sie die Karten um das Poster und lassen Sie die Wand wachsen.

'Mauer gegen mobbing!'

Auf der Vorderseite der Karte befindet sich die Erklärung:

Helfen Sie beim Aufbau der Mauer gegen Mobbing. Jeder kann zu einer Welt ohne Mobbing beitragen. Mit diesem Stein helfen Sie, die Mauer gegen Mobbing zu bauen. Schreiben oder zeichnen Sie auf die andere Seite dieser Karte, was Sie über Mobbing denken oder was Sie gegen Mobbing tun können. Geben Sie Ihre persönliche Meinung in Form einer Nachricht, eines Slogans, einer persönlichen Erfahrung mit Mobbing usw. ab und kleben Sie sie auf das Poster. Sie können Ihren Namen darunter setzen.Gleichzeitig mit dem Bau der Mauer kann Mobbing während der Klassenveranstaltungen viel Aufmerksamkeit geschenkt werden. Dies erleichtert es den Schülern, ihrer Botschaft auf der Karte Substanz zu verleihen. Wenn Kinder über Mobbing sprechen, lernen sie auch voneinander, was Mobbing ist und wie Sie am besten damit umgehen können. 

Beginn des neuen Schuljahres

Das Unterrichtspaket 'Mauer gegen Mobbing' ist auch ein schönes aktives Projekt zum Thema Mobbing vor Beginn des neuen Schuljahres. Der Mentor oder Pflegekoordinator kann diese Lektion auch während einer Mentorstunde oder einer Projektwoche erteilen. Die Mauer gegen Mobbing macht auch optisch sehr deutlich, dass jeder gegen Mobbing ist und dass tatsächlich etwas dagegen unternommen wird.

Anti-Mobbing-Aktivität

Es gibt immer mehr gute Beispiele für Schulen / Organisationen, die mit diesem Unterrichtspaket im Internet gearbeitet haben.

Armband über Mobbing Stoff

Der Aufdruck auf diesem Armband lautet: Mobbing, ich nehme nicht teil! Armbänder, die ein klares Signal gegen Mobbing senden. Es ist ein bunt gewebtes Band. Die Metallgleitperle erleichtert das Anlegen dieses Riemens und das Anpassen der Größe. Die Armbänder werden oft in einer Lektion, einem Projekt oder einer Woche gegen Mobbing verwendet. Ein Tag, eine Woche oder ein Projekt über Mobbing wird mit diesem Armband über Mobbingmaterial gut abgeschlossen. 

Mauer gegen Mobbing!

Schulsozialarbeiter lassen am Schulzentrum Sylt Anti-Mobbing-Mauer bauen. Nach dem Sozialen Training kleben die Schüler ihre Mauersteine an die Wand.

Es gibt zwar keine allgemein anerkannte Definition von Mobbing, doch jeder weiß, was damit gemeint ist. „To mob” heißt so viel wie „anpöbeln” und bezeichnet böswilliges Verhalten, das allein darauf ausgerichtet ist, andere Menschen bewusst fertig zu machen. Es bedeutet auch ständige Schikane, Diskreditierung und Diskriminierung – sei es am Arbeitsplatz oder in der Schule.

Gerade im Schulalltag gehören kleine Reibereien auf dem Pausenhof dazu. „Dass ein Schüler häufig geärgert wird, bedeutet aber nicht gleich, dass er gemobbt wird”, gibt Schulsozialarbeiterin Alexandra Berendes zu bedenken. „Zum Mobbing wird das Ganze erst, wenn das Opfer über einen längeren Zeitraum hinweg immer wieder attackiert wird, wenn sich die Intensität steigert und das Opfer leidet.”

Das Leiden ist dabei immer psychischer Art und manchmal wird daraus auch noch zusätzliches physisches Leid. Denn nicht selten wird über die verbalen Attacken hinaus auch körperliche Gewalt zum Einsatz gebracht, um einen Menschen in seiner Würde zu verletzen. Geschichten über Schüler, die mit dem Kopf in die Schultoilette getaucht oder im Schrank eingesperrt wurden, sind auch an deutschen Schulen keine Ausnahme. „Mobbing zieht sich durch alle sozialen Schichten und Altersklassen und es beginnt immer früher”, weiß Alexandra Berendes aus Erfahrung. „Außerdem werden Kinder immer früher mit Smartphones ausgestattet und werden somit auch mit einer weiteren Form des Mobbings konfrontiert nämlich mit dem Cyber-Mobbing, bei dem die Schikane über die digitalen Kanäle des Internets und der WhatsApp-Gruppen verläuft.” 

Um bereits die jüngsten Mitglieder unserer Gesellschaft stark zu machen gegen Anfeindungen aller Art, hat das Schulzentrum Sylt ein Anti-Mobbing-Projekt für alle 5.Klassen etabliert. Im Rahmen des Sozialen Trainings wird ein Mal pro Woche über kritische Themen, wie Medienkonsum, Alkohol oder Drogen gesprochen und natürlich auch über Mobbing. „Dabei machen wir den Kindern und Jugendlichen auch klar, dass Mobbing eine Straftat ist, die in schweren Fällen auch angezeigt werden kann”, so Berendes. Gemeinsam mit ihren Kollegen aus dem „Holzhaus”, Agniezka Seeger und Peer Claußen, wurde in den letzten acht Wochen mit allen Fünftklässlern an einer Anti-Mobbing-Mauer gearbeitet, die am vergangenen Freitag fertig gestellt wurde. 

Rund 100 Mauersteine aus Papier, zieren nun die Wand des Holzhauses und machen deutlich, was die Kids nach ihrem Training von Mobbing halten: „Mobbing ist Scheiße”, „Stoppt Mobbing!”, „Ohne Mobbing ist die Welt schöner”, „Mobbing ist sinnlos und verletzt Menschen” ist dort an der Wand zu lesen. „Schau nicht weg, sondern hilf!”, schrieb Leon auf seinen Mauerstein und ein anderer Schüler schrieb: „Stellt euch vor das Opfer und haltet den Täter auf!” Denn das beherzte Eingreifen und Helfen ist die beste Möglichkeit, um Mobbing gar nicht erst entstehen zu lassen.

 „Das erfordert eine gewisse Achtsamkeit im Umgang miteinander und natürlich ganz viel Mut, denn manchmal muss man einfach gegen den Strom schwimmen und sich schützend vor das Opfer stellen”, so Alexandra Berendes. Und tatsächlich zeigen sich die Schüler nach dem Projekt sichtlich gestärkt, selbstbewusster, sensibler und hilfsbereiter und bringen Mobbing-Versuche meist direkt zur Anzeige. „Das ist natürlich keine offizielle Anzeige”, so die Schulsozialarbeiterin, „die Kinder kommen zu uns oder zu den Lehrern und berichten uns von Vorfällen, die wir dann im Auge behalten können”. Mobbing kann durchaus zur Straftat werden, nämlich dann, wenn die Handlungen schwere Formen von Körperverletzung, Beleidigung, Verleumdung oder Nötigung zeigen, was laut Strafgesetzbuch rechtlich verfolgt werden kann. Peer Claußen fügt hinzu: „So weit muss es aber nicht kommen. Jeder kann helfen, jeder kann sich stark machen für Schwächere und daran haben wir mit den Kindern gearbeitet. Helfen geht sogar ganz anonym, denn wir haben für solche Zwecke einen Briefkasten, in den man uns Nachrichten zukommen lassen kann, ohne sich selbst erkennen geben zu müssen.”

Bleibt nur zu hoffen, dass der Schulhof Dank dieser Maßnahmen bald wieder zur Mobbing-freien Zone wird…

Gemeinsam machen sich die Klassen stark gegen Mobbing in der Schule.